Von der Juniorchefin bis zur Großmutter helfen in der Kramsacher Konditorei Mader alle mit. In liebevoller Handarbeit bereiten sie in der Backstube die Prügeltorte, gern auch als Baumkuchen bezeichnet, zu.
Konservierungsmittel? Geschmacksverstärker? Zutaten, die vor ihrer Verarbeitung um die halbe Welt gereist sind? Fehlanzeige! In der Backstube der Kramsacher Konditorei Mader werden ausschließlich natürliche Zutaten aus der Region verarbeitet, und das nach einem uralten Rezept. Heraus kommt dabei eine regionale Spezialität mit einem Namen, der Nichteingeweihten aufs Erste durchaus befremdlich vorkommen mag: die Prügeltorte.
Prügeltorten haben freilich nichts damit zu tun, dass jemandem Prügel oder sonstiges körperliches Ungemach verabreicht würden, ganz im Gegenteil. Der Prügel beschreibt lediglich die Form des Geräts, auf der dieses traditionelle und sehr typische süße Backwerk von der Familie Mader in liebevoller Handarbeit zubereitet wird. Die Maders, das sind Hermann und Christine, die das Unternehmen einst aufgebaut haben, Juniorchefin Jeanette und Oma Gerda.
Hohl, aber oho
Schicht für Schicht wird der nicht allzu flüssige helle Teig (dessen Rezept in der Familie weitervererbt wird) auf die Walze, den Prügel, getropft und unter ständigem Drehen über offenem Feuer goldbraun gebacken. Auf diese Art entsteht die charakteristische Oberfläche der Prügeltorten mit ihren kecken Spitzen. Sich um das letzte Stück Prügeltorte zu prügeln, ist übrigens nicht nötig: Die Maders sorgen schon für Nachschub…
In Tirol war die Prügeltorte ursprünglich vor allem im Brandenberger Tal beheimatet, wo sie als besonders festliches Backwerk gilt. Unter dem Namen Baumkuchen sind ähnliche Erzeugnisse mindestens seit dem Mittelalter in vielen Ländern der Erde bekannt und beliebt.
Konservierungsmittel? Geschmacksverstärker? Zutaten, die vor ihrer Verarbeitung um die halbe Welt gereist sind? Fehlanzeige! In der Backstube der…